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June 28, 2026
Das Recycling von Agrarfolien nach Gebrauch ist wohl der anspruchsvollste und technisch anspruchsvollste Bereich der Kunststoffrecyclingindustrie.Gebrauchte Mulchfolien, Gewächshausabdeckungen und Silagefolien tragen nicht nur oberflächlichen Schmutz mit sich; Sie sind untrennbar mit einer Matrix aus Erde, Sand, Wurzelknollen, Ernterückständen und eingeschlossener Feuchtigkeit verbunden. Eine herkömmliche Wäscheleine würde innerhalb weniger Stunden zerstört oder unbrauchbar gemacht werden. Die Agrarfolien-Waschanlage ist daher eine spezielle Abnutzungsfestung, die mit einem unnachgiebigen Fokus auf mechanische Robustheit, hocheffiziente Wasseraufbereitung und eine Vorwasch-Infrastruktur entwickelt wurde, die bis zu 80 Gewichtsprozent Verunreinigungen bewältigen kann. Der Markt für recycelte Folien ist riesig und wird durch die Nachfrage nach schwarzen Landwirtschaftsrohren, Müllsäcken und Baufolien angetrieben, sodass die Rückgewinnung dieses Materials sowohl eine wirtschaftliche als auch eine ökologische Notwendigkeit darstellt.
Die gesamte Systemarchitektur basiert auf einer einzigen Prämisse: Wenn Sie das Schleifkorn nicht effizient vor dem Schredder entfernen können, zerstören Sie Ihre gesamte Linie.Der Prozess beginnt daher mit einer radikalen Trockenreinigungsphase. Ein leistungsstarker, gegenläufig rotierender Vorzerkleinerer mit großem Trichter und zahnradgetriebenem Drehmomentbegrenzer reißt die eng gepresste, oft stark verdichtete Folie auf. Diese zerkleinerte Masse gelangt dann in eine riesige, stark vibrierende Trommelsiebmaschine, die oft eine Länge von mehr als zehn Metern hat. In diesem langsam rotierenden, geneigten Zylinder wird die Folie getrommelt und gegen das Metallgewebe geschlagen. Mit diesem einzigen Vorgang können erstaunliche 40–60 % der anhaftenden Erde, der Steine und der Wurzelmasse gelöst und abgetrennt werden, wodurch die Schadstoffbelastung drastisch gesenkt wird, bevor auch nur ein einziger Tropfen Wasser verbraucht wird.
Anschließend gelangt das Material in die erste von mehreren Nassabriebstufen.Ein Vorwaschtank mit großem Fassungsvermögen, der wie ein riesiger Zellstoffwäscher funktioniert, verwendet leistungsstarke Paddelrührwerke, um eine Aufschlämmung zu erzeugen. Dabei geht es nicht nur um das Waschen, sondern um die mechanische Zerkleinerung von Erdklumpen und Tonklumpen. Diese Aufschlämmung wird dann in eine Reibungsspirale gepumpt, wo Hochgeschwindigkeitsschnecken das verunreinigte Wasser und die feinen Partikel durch ein Sieb drücken, während die größeren Filmstücke zurückgehalten werden. Anschließend wird der Film gespült und durch eine Reihe von Schneckenpressen zusammengedrückt, die das Material physisch zerkleinern und verdrehen, um das mineralhaltige Wasser herauszudrücken, ein Vorgang, der weitaus aggressiver ist als die Zentrifugalkraft allein. Dieser „Wasch-Auspress“-Zyklus wird oft zwei- oder dreimal wiederholt.
In der sekundären Waschphase werden eine Reihe von Turbowaschanlagen und Hochgeschwindigkeits-Reibwaschanlagen eingesetzt, die in einer Kaskade angeordnet sind.Diese Einheiten bestehen aus äußerst verschleißfesten Materialien, wobei die Rotorkanten und Siebkörbe häufig mit Wolframkarbidbeschichtungen gehärtet sind, um dem unerbittlichen Abrieb von Kieselsäureresten standzuhalten. Der letzte Waschschritt erfolgt in einem Schwerkraft-Spültank mit sauberem Gegenstromwasser. Anschließend wird die Folie in einen riesigen, mehrstufigen Entwässerungs- und Trocknungskomplex transportiert. Eine Hochleistungsschneckenpresse entfernt den Großteil des Wassers und drückt es durch einen verstärkten Keildrahtkorb heraus. Darauf folgt ein Ringdüsenpelletierer oder ein Agglomerator, der den flockigen, getrockneten Film thermisch zu dichten, leicht zu handhabenden Körnchen oder „Agglomeraten“ verdichtet und gleichzeitig die letzten Feuchtigkeitsspuren austreibt. Das Abwasser, ein dicker, schlammiger Fluss, wird in eine leistungsstarke Flotation mit gelöster Luft (DAF) und ein Klärbecken mit geneigter Platte geleitet. Bei dieser Wasseraufbereitungsanlage handelt es sich nicht um ein Zubehörteil, sondern um ein integriertes Kernmodul, das geklärtes Wasser zurück in die Waschstufen zurückführt und so einen kontinuierlichen Betrieb der Linie ermöglicht, ohne dass es durch die unvorstellbare Menge an Schlamm, die täglich verarbeitet wird, zu Verstopfungen kommt.
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